Ist mit Hartz IV eine gesunde Ernährung möglich?


 

Reiche Menschen leben laut einer Studie 8-11 Jahre länger als arme Menschen. Ich führe dies zum größten Teil auf die Mangelernährung zurück, der man zum Beispiel mit Hartz IV fast zwangsläufig ausgesetzt ist. Mit nur 4,77 EUR am Tag für Nahrungsmittel kommt man tatsächlich nicht sehr weit.
 

Noch vor einigen Jahrzehnten haben die meisten Menschen einen Großteil ihrer Nahrung selbst im eigenen Garten angebaut. Nach und nach sind die Gemüsegärten und leider auch das damit verbundene Wissen verschwunden.
 

Es ist ja auch viel zu bequem, wenn man einfach in den Supermarkt gehen kann und alles findet, was man braucht, oder? Nicht nur bequem, sondern auch schnell – denn unser hochmoderne Arbeits(sklaven)markt erwartet heutzutage schließlich, dass jeder Mann und jede Frau zur Verfügung steht. Hat nicht früher ein Verdiener pro Familie ausgereicht?
 

So geben wir unsere Arbeitskraft also in die Hände von Konzernen und gehen nach der Arbeit dann zu anderen Konzernen, um uns unsere Nahrung zu kaufen. Klingt erstmal super praktisch, funktioniert aber auf lange Sicht nicht.
 

Wir sehen jetzt, wozu es führt, wenn wir die Kontrolle über unsere Nahrung an Großkonzerne abgeben: Die Qualität der Nahrung wird immer schlechter. Es wird immer mehr gedüngt, gespritzt und bestrahlt. Die Folgen: Immer mehr Menschen erkranken an Krebs, Herz- und Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, und all den anderen modernen Zivilisationskrankheiten (die man noch vor 100 Jahren kaum gekannt hat!).
 

Ich finde es sehr wichtig, dass wir diesen Fehler jetzt erkennen und uns die Kontrolle über unsere Nahrung zurückerobern!
 

Aber zurück zu den Hartz IV-Empfängern. Wer fast kein Geld hat, um im Discounter genug (gesunde!) Nahrung einkaufen zu können, wird schneller und öfter krank und stirbt letztlich auch schneller.
 

Mit knapp fünf Euro kann man eben nicht viel Bio-Gemüse kaufen. Viele greifen dann stattdessen zu den schnellen Sattmachern, das sind vor allem alle Weißmehlprodukte (Nudeln, Reis, billiges Brot und Gebäck), Kartoffeln und zuckerhaltige Lebensmittel.
 

Dabei wäre es gerade bei einer sehr kostensparenden Ernährung besonders gut, statt vieler einfacher Kohlenhydrate mehr in hochwertige Fette zu investieren: Butter, natives Olivenöl, Nüsse, Käse, dazu am besten viele Eier und Fisch (aber nicht den panierten).
 

Nach einer kurzen Umgewöhnungszeit von überwiegend kohlenhydratreicher Nahrung machen diese Nahrungsmittel deutlich länger satt und sind (aller Unkenrufe zum Trotz!) auch viel gesünder für den Körper.
 

Einige Wissenschaftler sagen uns heute, dass fast alle Zivilisationskrankheiten letztlich auf Entzündungen im Körper zurückzuführen sind. Für einen gesunden Körper sollten wir darum außerdem so viel Gemüse, Salat und Kräuter wie nur möglich in allen Farben und Variationen essen, und zwar am besten in roher Form. Hier bietet sich ein täglicher „Grüner Smoothie“ an.
 

Als Hartz IV-Empfänger würde ich für den eigenen Gemüse-Anbau wahrscheinlich entweder auf’s Land ziehen, oder vielleicht eine Gemeinschaft suchen, wo ich mit anderen Menschen zusammen gesundes, ungespritztes und unbestrahltes Gemüse anbauen kann.
 

Ein einziger Same kann dutzende oder sogar hunderte neuer Samen produzieren, sofern man nicht bei einer der vielen Monsanto-Firmen gekauft hat. Wenn man einen Platz zum Anbauen findet und die Techniken zur Selbstversorgung (wieder!) lernt, kann man sich mit ein wenig körperlichem Einsatz supergünstig und supergesund ernähren.
 

Dazu braucht man übrigens noch nicht einmal viel Unkraut jäten: Die Lehre der Permakultur klärt uns heutzutage darüber auf, dass viele Unkräuter zu einem gesunden Boden (und damit zu gesunden Gemüsepflanzen) beitragen können.
 

Das nötige Wissen zur gesunden Selbstversorgung finden wir heutzutage auf YouTube. So braucht niemand darauf zu warten, dass irgendein Politiker mal selbst auf diese Fortbildungsidee kommt.
 

Nehmen wir doch die gesunde Ernährung wieder in unsere eigenen Hände! Jeder kann das bei sich zu Hause im kleinen Rahmen anfangen. Wir können uns vernetzen, voneinander lernen. In ein paar Jahren könnten viele einen Teil ihrer Kontrolle über ihre eigene Nahrung zurückerlangen.
 

Die Belohnungen sind zahlreich: Mehr Gesundheit, ein langes Leben, mehr Selbstverantwortung, mehr Verbundenheit mit der Natur und damit zu uns selbst. Ich glaube, es lohnt sich!