Ein mutiger Historiker, Energie- und Friedensforscher erklärt uns die Welt (Dr. Daniele Ganser)


 

Wenn Wissenschaftler etwas untersuchen, dass nicht weiter untersucht werden soll, bekommen sie Schwierigkeiten: sie verlieren möglicherweise ihre Anstellung, und ihr Ruf wird öffentlich denunziert. So geschieht es auch mit Dr. Daniele Ganser, einem sehr mutigen schweizer Forscher, der trotzdem (oder gerade deswegen) seinen Weg geht, weil er einen Eid darauf geschworen hat, der Wahrheitssuche zu dienen.
 

In einem hervorragenden öffentlichen Vortrag an der Universität Tübingen klärt uns Daniele Ganser zunächst darüber auf, was ein sogenanntes Imperium (wie zum Beispiel das des Römischen Reiches) aus historischer Sicht ausmacht, und ob wir auch heutzutage von einem „Imperium“ sprechen können und nicht nur von einer Weltmacht. Da geht es um nackte Zahlen und sichere Fakten: Bruttoinlandsprodukt, Größe der Streitkraft, Leitwährung, Überwachung und Folter.
 

Weiter geht es um den täglichen Bedarf von 90 Millionen Fass Erdöl pro Tag – wieviel ist das eigentlich? Und wo liegt die Tankstelle der Weltwirtschaft, wie es Joschka Fischer so treffend im Oktober 2014 umschrieb? Was hat diese Region mit dem von Medien geschaffenen Feindbild islamischer Terrorist zu tun?
 

Eines der Spezialgebiete von Daniele Ganser ist der vermeintliche Terror-Anschlag 9/11 – und wer zu dem Thema so langsam nichts mehr hören möchte, sei hier beruhigt: als Wissenschaftler und Forscher interessiert sich Daniele Ganser nicht so sehr mit möglichen Verschwörungen, sondern vor allem für die feststehenden Fakten. Und darum zieht er in seinen Vorträgen nur ganz wenige offene Fragen aus dem Ärmel – Reduktion auf das Wesentliche, damit sich jeder selbst seine eigenen Gedanken (und Recherchen) machen kann:
 

Warum stürzte ein drittes Gebäude (WTC-7) ein, das anscheinend nur unwesentlich gebrannt hat? Zitat Ganser: Es ist wirklich entweder Feuer oder Sprengung, aber achten Sie darauf, dass an dieser Frage Ihr Weltbild hängt! Bemerkenswert finde ich die spontane Umfrage im Hörsaal der Uni, wie viele Menschen noch gar nichts von einem dritten eingestürzten Gebäude wussten. Ganser erwähnt außerdem auch die Frage, warum der Sender BBC quasi hellseherisch über ein Ereignis berichtete, das erst einige Minuten später stattfand (wie es uns live am Fernseher gezeigt wurde).
 

Doch Daniele Ganser macht auch Mut! Er zeigt den deutlich sichtbaren Wandel von einer passiven Informationsgesellschaft (sich von der Tagesschau berieseln zu lassen) hin zur aktiven Gesellschaft, die sich selbst informiert – zum Beispiel mit Hilfe von crowdfinanzierten Internetmedien und YouTube-Vorträgen. Diesen Wandel konnte ich auch an mir selbst feststellen: ich habe zwar einen großen Fernsehbildschirm im Wohnzimmer stehen, den ich jedoch via HDMI-Kabel ausschließlich als Bildschirm für selbst-ausgesuchte YouTube-Videos vom Notebook nutze.
 

Es wird tatsächlich viel Mut gebraucht in diesen bewegten Zeiten. Und immer wieder kommt die wichtige Erkenntnis, dass die Welt „draußen“ noch so vor (vergangener und aktueller) Lügengeschichten rappeln und scheppern kann, letztendlich kommt es nur darauf an, wie fest und sicher du in deiner inneren Mitte stehst. Und wie du diese Standhaftigkeit und Ruhe gerade auch während großer Schwierigkeiten und Sorgen nach außen zeigen kannst. Daher bin ich froh, mein Steckenpferd mit den Montagsmeditationen gefunden zu haben – sie helfen mir selbst beim Schreiben, Sprechen und Praktizieren – und vielleicht helfen sie ja auch dir.
 

Hier nun aber der vollständige Vortrag von Daniele Ganser an der Universität Tübingen. Lass doch einfach den gemütlichen Tatort-Abend einmal aus und schaue dir diesen sachlichen und hervorragend strukturierten Vortrag an: